Farbtabelle

Hier können sie ihre Verpaarung angeben und es wird errechnet welche Farben an Kitten fallen können...


Tragezeitentabelle

Hier wird der Tag der Geburt ihrer Kitten angezeigt...


Gesundheit


Die Maine Coon wird im Allgemeinen als „Naturbursche“ bezeichnet, was Kraft und Gesundheit implizieren soll. Jedoch haben sich auch bei der Maine Coon im Laufe ihrer Zucht das Vorhandensein diverser erblich bedingten katzen-typischen Krankheiten herausgestellt, die inzwischen teilweise gut erforscht sind. Hauptsächlich sind dies die:

Polyzystische Nierenerkrankung (PKD)

Bei einer PKD entstehen Zysten in den Nieren die die Funktion dieser Organe mit ihrem Wachstum mehr und mehr einschränken. Der Verlauf der Erkrankung ist medikamentös einstellbar aber letztendlich tödlich. Ein Gentest für Perser und Perserabkömmlinge, der auch für Maine Coons validiert ist, ist vorhanden. Mit Hilfe dieses Gentests kann zwar gezielt gezüchtet und so betroffene Tiere vermieden werden, jedoch ist eine regelmäßige Ultraschalluntersuchung immer noch das Optimum.

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)

Eine Katze mit HCM erscheint nach außen gesund. Die Katze kann mit gutem Erfolg medikamentös eingestellt, jedoch in der Regel nicht geheilt werden. Es verdickt sich die Herzwand des Tieres was zu erschwerter Atmung und letztlich zum Herztod führt. Feststellbar ist diese Veränderung nur durch Regelmäßigen Ultraschall. Nach heutigem Sachstand ist diese Krankheit rein Vererblich daher sollten auch nur Negativ getestete Tiere zur Zucht eingesetzt werden.

Spinale Muskelatrophie (SMA)

SMA ist der menschlichen Krankheit sehr ähnlich, eine Motorneuronenerkrankung, d.h. eine Erkrankung der Nervenzellen. Die Krankheit kann bereits ab der 12ten Lebenswoche auftreten. Hierbei treten Lähmungserscheinungen, Muskelschwäche, Muskelschwund auf, der zu einer Instabilität von Gang und Haltung der Tiere führt, bis letztlich zum Tod. Betroffene Tiere sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Patellaluxation

Bei schnellwachsenden großen, schweren Rassen kann es in der Wachstumsphase zu Komplikationen in den Gelenken kommen. Diagnostiziert werden sie mittels Röntgenuntersuchung der Hüften und Gelenke. Da spezifisches HD-Röntgen vielfach von den Haustierärzten nicht geleistet wird, sollte ein Facharzt für Orthopädie hinzugezogen werden. Operative Hilfe ist möglich, jedoch bei Katzen nicht immer nötig.


Genetik

Bei der Katze unterscheidet man drei Blutgruppen: A, B und AB
Diese werden in einem einfachen sog. „autosomal dominanten“ Erbgang mit zwei Merkmalen (Allelen) vererbt. Das bedeutet, dass die beiden Allele an der gleichen Stelle des Gens zu finden sind, wobei ein Allel jeweils von der Mutter und eins vom Vater stammt.

Das A-Allel ist dabei dominant gegenüber dem B-Allel. Das heißt, dass sich das Merkmal A gegenüber dem Merkmal B durchsetzt.

Alle Katzen mit der Blutgruppe A können in Bezug auf das A-Allel reinerbig -homozygot- (genotypisch A/A) oder mischerbig -heterozygot- (genotypisch A/B) sein. Tiere mit der Blutgruppe B sind immer reinerbig für die B-Allele (genotypisch B/B).

Eine kleine Gruppe von Katzen hat die Blutgruppe AB. Man nimmt an, dass hier ebenfalls genotypisch A/B vorliegt, aber ein weiteres Allel vorhanden ist, welches die Dominanz von A unterdrückt.

Katzen besitzen natürlicherweise auf der Oberfläche ihrer roten Blutkörperchen (Erythrozyten) Antikörper gegen die roten Blutkörperchen anderer Blutgruppen.

Katzen mit der Blutgruppe B besitzen starke Antikörper gegen die Blutgruppe A
Katzen mit der Blutgruppe A besitzen weniger starke Antikörper gegen die Blutgruppe B
Katzen mit der Blutgruppe AB besitzen weder Antikörper gegen die Blutgruppe A noch gegen die Blutgruppe B

Betrachtet man die gesamte Katzenpopulation unabhängig von der Rasse, überwiegt die Blutgruppe A. Das Problem einer Blutgruppenunverträglichkeit scheint daher zunächst sehr gering zu sein. Bei den einzelnen Rassen hingegen differiert die Häufigkeit der verschiedenen Blutgruppen sehr stark.


Rasse

% A

% B

% AB

Abessinier

94,6

2,7

2,7

Birma

86,5

9,0

4,5

Britisch Shorthair

59,6

35,4

5.0

Devon Rex

100

0

0

Kartäuser

58,6

33,3

8,0

Main Coon

94,1

5,9

0

Norwegische Waldkatze

100

0

0

Ragdoll

57,9

28,9

13,2

Russisch Blau

100

0

0

Türkisch Angora

100

0

0

Verteilung der Blutgruppen bei den einzelnen Katzenrassen Studie LABOKLIN 2002 / eigene Untersuchungen, n=722):

Die Bestimmung der Blutgruppe bei Katzen ist bei Bluttransfusionen und für Züchter besonders bezüglich des Auftretens der Felinen neonatalen Isoerythrolyse, kurz FNI („Fading kitten syndrome“ oder „Kittensterblichkeit“), von Bedeutung.
Die nachfolgenden Verpaarungsbeispiele sollen verdeutlichen, welche Risiken vorhanden sind, wenn die Paarungspartner unterschiedliche Blutgruppen haben.


 1. Katze mit der Blutgruppe A (A/A) x Kater mit  
 B
B

    der Blutgruppe B: 
AA/B
A/B

    Es fallen 100% Kitten mit der Blutgruppe A. Für alle
    Kitten besteht keine Gefahr!          
AA/B
A/B


 2. Katze mit der Blutgruppe B x Kater mit der A
A
     Blutgruppe A (A/A):  
BA/B
A/B
     Es fallen 100% Kitten mit der Blutgruppe A. Für alle
     Kitten besteht Gefahr!!!
 B A/BA/B
                   

Begründung:
Die gesund geborenen Welpen nehmen nun mit der Kolostralmilch die mütterlichen Antikörper gegen ihre eigenen roten Blutkörperchen auf. Es kommt zur Felinen neonatalen Isoerythrolyse. Sie führt durch den Zerfall der roten Blutkörperchen (Hämolyse) beim Welpen zur Ausscheidung von dunklem Harn (Hämoglobinurie), zur Gelbsucht (Ikterus) und zur Blutarmut (Anämie). Die Welpen stellen das Saugen ein, was innerhalb der ersten Lebenswoche zum Tode führt.

Manche Welpen erkranken nicht so heftig, aber schwere Durchblutungsstörungen und Blutgerinnsel können zu einem Absterben von Schwanzspitzen und Zehen führen.


 3. Katze mit der Blutgruppe A (A/B) x Kater mit der  BB
     Blutgruppe B:  
A
A/B A/B
     Es fallen 50% Kitten mit der Blutgruppe A und 50%
     Kitten mit der Blutgruppe B.
B
B/B
B/B
           
Für die Kitten der Blutgruppe A besteht keine Gefahr. Bei den Kitten mit der Blutgruppe B müsste es eigentlich zu Problemen kommen, in der Regel passiert allerdings nichts.

Begründung:

Da die Mutter genetisch auch das B-Allel trägt, hat sie relativ wenig Antikörper gegen die Blutgruppe B.


 4. Katze mit der Blutgruppe B x Kater mit der
  AB
     Blutgruppe A (A/B):
BA/B
B/B
     Es fallen 50% Kitten mit der Blutgruppe A und 50%
     Kitten mit der Blutgruppe B.
B
A/B
B/B

Für die Kitten der Blutgruppe B ist die Kolostralmilch ungefährlich, bei den Kitten der Blutgruppe A führt sie zur Felinen neonatalen Isoerythrolyse.


Um eine Blutgruppenunverträglichkeit bei den Kitten zu verhindern, sollte man generell vor der Verpaarung die Blutgruppe von Katze und Kater testen.

Ein "MUSS" ist dies aber auf jeden Fall für Züchter der Rassen, bei denen vermehrt Tiere mit der Blutgruppe A bzw. AB gefunden wurden.

Haben beide Paarungspartner die gleiche Blutgruppe, besteht keine Gefahr!